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Triest - Schmelztiegel der Kulturen
Triest ist vermutlich eine Gründung der Histrer, die auf dem Colle San Giusto einen Marktflecken namens Tergeste anlegten. Die Römer, die 178 v.Chr. die Region eroberten, behielten den alten Namen bei, aus dem sich schließlich Triest entwickelte. Unter Kaiser Augustus wurde der Marktflecken zu einer Grenzfestung ausgebaut, die sich samt einer großen Hafenanlage bis zum Meer erstreckte. Die Völkerwanderungszeit bereitete dem Aufstieg der Stadt ein abruptes Ende. Nachdem Ostgoten, Byzantiner, Langobarden und Franken einander als Herren von Triest abgelöst hatten und es im 13. Jh. ein kurzes Intermezzo als freie Stadt erlebt hatte, unterstellte sich Triest 1382 mehr oder weniger freiwillig der Hegemonie der Habsburger, um sich gegen die Herrschaftsansprüche Venedigs zur Wehr setzen zu können. Nahezu 5 Jh. lang blieb Triest Besitztum der Donaumonarchie, eine Verbundenheit, die heute noch im Stadtbild offenkundig ist. 1719 erklärte Kaiser Karl VI. Triest zum Freihafen und legte damit das Fundament für den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Österreicher, Juden, Slowenen, Griechen, Serben und Italiener sorgten für kulturelle Vielfalt und ein fruchtbares intellektuelles Klima.